Gemeinsam gegen die weltweite Ungleichheit

Die Schweiz gibt sich häufig als Hüterin der Neutralität und der „humanitären Tradition“. Doch wer hinter den Vorhang schaut, sieht auch das andere, das hässlichere Gesicht.

Die Schweiz ist beim globalen Steuerdumping an vorderster Front mit dabei. Sie lockt mit tiefen Steuern Konzerne an, die weltweit unglaubliche Ungerechtigkeiten verursachen. Mit miserablen Arbeitsbedingungen nehmen diese Schweizer Konzerne den Menschen das Recht auf ein würdevolles Leben. Mit Steuerflucht vernichten sie Milliarden – Geld, das für Spitäler und Schulen fehlt. Und mit der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen zerstören sie die Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung. Vielen bleibt nur die Flucht.

Damit nicht genug: Die Schweiz exportiert Kriegsmaterial in alle Welt. Immer wieder landen Schweizer Waffen in Konfliktgebieten. Die Schweiz verdient an diesem grässlichen und für Menschen tödlichen Geschäft mit. Auch hier bleibt vielen nichts anderes, als zu fliehen.

Und für den Profit holzen Schweizer Firmen den Tropenwald ab, finanzieren Erdölbohrungen und zerstören die Umwelt. Diese Profitgier trifft die, die am wenigsten haben. Unser Kampf gegen den Klimawandel ist deshalb auch ein Kampf gegen die Ungleichheit auf dieser Welt.

Das alles muss ein Ende haben. Mit der Konzern-Verantwortungs-Initiative und der Korrektur-Initiative können wir die Konzerne in Verantwortung nehmen. Aber sehr viele Entscheide werden auch im Nationalrat gefällt: Wir brauchen eine starke Linke, um Steuerschlupf-Löcher zu stopfen und geflüchtete Menschen zu schützen.